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Wie jetzt, seit zwei Monaten nicht mehr gemeldet?

April 18, 2008

Ja. Äh.

Da war ich wohl für eine Weile ein wenig abgetaucht was?

Was soll ich sagen, tut mir schrecklich leid. Ich hatte erst mal zwei Wochen Urlaub ohne I-Net und als ich zurückkam nach Irland war auch gleich schon Umzug und Jobwechsel angesagt (ja, zu beidem schreibe ich gerade tiefergehende Beiträge, also nicht verzagen). Da hatte ich die letzte Zeit einfach einen leicht anderen Fokus, als meine Kontakte zur Aussenwelt zu pflegen.

Das heisst jetzt nicht, dass ich euch weniger lieb habe.

Im Gegenteil, es ist ehrlich kein Tag vergangen, an dem ich nicht gedacht habe, “hm, solltest dich wieder melden, Blödbeutel.” Aber wie das so ist, dann hat man mal keine Energie oder auch schlicht keine Lust und aus einem Tag werden halt 60.
Aber das wird sich jetzt wieder ändern. Wir lesen uns.

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Aufgenommen in unserer Kantine…

Februar 11, 2008

Aufgenommen in unserer Kamtine…

Scheinbar gibt es in Irland ein Analphabetismus-Problem, von dem ich bisher nichts wusste. Ob ich die Behörden informieren sollte?

Ratet mal, wer das jeden Tag aufräumen darf…

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Dinge die ich nicht missen möchte #2

Februar 11, 2008

Lucozade.

lucozadeblog.jpg

Lucozade ist ein Erfischungs-/Energydrink und zwar der leckerste, der mir bisher untergekommen ist. Und im Gegensatz zu Red Bull und Konsorten kommt es ganz ohne Stoffe aus, die irgendwelchen Tieren aus Körperteilen extrahiert wurden, die im Allgemeinen in Ruhe gelassen werden sollten.

Die Energiezutat in Lucozade ist nämlich schlicht Traubenzucker. Die Zutaten listen den Anteil von “Glucose Syrup” als 25%. Das Ganze ist allerdings nicht annähernd so pappsüss wie es sich jetzt anhört, sondern leicht säuerlich, fruchtig und sehr erfrischend. Und es wirkt. Bei mir zumindest sehr gut.

Und bevor jemand fragt: Ja, man kann es mit Vodka mischen. Probiert hab ich das allerdings noch nicht.

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Das Clubhouse

Februar 11, 2008

Ich muss euch was gestehen. Wenn ich sage, ich arbeite in Adare Manor, dann hört sich das so an als ob ich den ganzen Tag in dem schicken Schloss oben in der Kopfzeile arbeite.

Das stimmt so nicht ganz. Ich arbeite im Adare Manor Clubhouse.

Das Clubhouse ist ein etwas kleineres Gebäude, das ca. 300m entfernt vom eigentlichen Herrenhaus steht. Wobei kleiner relativ ist. Es beherbergt immerhin trotzdem noch 12 Gästezimmer, ein Restaurant, eine Bar, zwei recht grosse Umkleiden für die Golfer (so mit Duschen und allem), unseren Golf-Pro-Shop, einen grossen Raum für Veranstaltungen, unsere Kantine und mehrere Büros und Vorratsräume. Und natürlich eine grosse Restaurantküche.

Von aussen sieht das ganze dann so aus:

Das Clubhouse

Im Clubhouse ist alles etwas informeller. Im Gegensatz zum Oak Room, dem schicken Restaurant im Manor, gibt es im Clubhouse Retaurant zB. keinen Dresscode. Es ist auch wo die ganzen Golfer abends noch einen trinken gehen, um das Rugbyspiel anzuschauen und so weiter. Auch von den “Locals” aus dem Dorf kommt der Eine oder Andere ab und zu mal durch.

Vor dem Clubhouse steht eine Ansammlung von kleineren “Ferienhäusern” genannt Townhouses, zur Miete. Die sind soweit ich weiss auch Zimmerweise mietbar. Das ganze sieht dann wiederum so aus (fotografiert von derselben Stelle nur um 180° gedreht):

Die Townhouses

Links gehts noch ein bisschen weiter, denkt euch noch vier Häuser und das letzte ist dann das Büro von dem aus meine Abteilung (”Accomodations”) arbeitet. Der (dilettantische) rote Pfeil markiert wo ich im Moment wohne.

Jap. Ich habe einen geschätzten Arbeitsweg von 20 Sekunden. Das Hotel ist grosszügig genug, mich in einem Hotelzimmer wohnen zu lassen. Zuerst waren wir in einer der “Villen”. Das sind vollkommen andere kleine Ferienhäuser ein Stückchen weiter weg. Okay ein ziemliches Stückchen, ganz am anderen Ende des Grundstückes. Moment:Der Weg zu den Villen

Links im Bild: Die Rückseite unseres Townhouses. Rechts im Bild: der (dilettantische) rote Pfeil, der markiert wo die Villen sind (hinter dem Gesträuch). Nicht im Bild: 30 Minuten Fussmarsch durch unbeleuchtete Einöde zur nächsten Kneipe. (Quasi nach rechts aus dem Bild raus).

So gesehen ein Upgrade. Es hat auch allerdings seine Schattenseiten. Einmal der psychologische Effekt, dass ich so niemals richtig von der Arbeit weg komme, selbst am meinen freien Tagen. Und dann natürlich dass es durchaus vorkommen kann (und auch schon vorgekommen ist), dass meine Chefin wenn Not am Mann ist einfach bei mir klopfen kann und fragen ob ich verfügbar bin. Und ich meine bei mir an der Zimmertür. Aber das alles hat sich dann sowieso demnächst erledigt, da ich innnerhalb der nächsten 14 Tage ausziehe. Aber dazu mehr wenns soweit ist.

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Dinge die ich nicht missen möchte #1

Januar 26, 2008

Pommes mit Essig.

Es gibt auch eine ganze Menge Dinge, die ich, selbst wenn ich Irland irgendwann wieder verlasse, “mitnehmen” werde.

Unter anderem die Irische (und natürlich auch Englische) Methode Pommes zu essen. Die Iren essen sie nämlich nicht vorrangig mit Ketchup oder etwas ähnlichem, sondern beträufeln sie grosszügig mit einem relativ milden Essig (Malt Vinegar, für die die es interessiert). Viele, die das zum ersten Mal hören/sehen reagieren mit irgendwas zwischen Skepsis und Ekel. Aber wenn man Mal genauer drüber nachdenkt sind ja auch Salz und Essig Chips bei uns auf dem Vormarsch und geschmacklich ist das im Prinzip dasselbe.

Ich werde auf jeden fall meine Pommes nur noch in Ausnahmefällen anders geniessen und sage euch: Versuchts mal! Ihr könntet positiv überrascht sein. So wie ich.

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Fast schon ein bisschen Klischee…

Januar 26, 2008

Die Driving Range am 24.12.

Die Driving Range am 24.12.

Die Driving Range, direkt vor meinem Fenster. Aufgenommen an Heiligabend. Und ja, der Fleck unten rechts ist ein äusserst hartnäckiger Golfer, der tapfer Bälle in den Nebel schlägt, auch wenn er nicht mehr sieht, wo sie landen.

Der Link unter dem Bild führt zu einer Version in höherer Qualität.

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Dinge die ich vermisse #1

Januar 25, 2008

Die Autobahn.

Erst wenn man sie nicht mehr hat, merkt man wie toll sie ist. Eine Strasse die einen mit hoher Geschwindigkeit dahin führt, wo man will. Geradeaus. Ohne Umwege.

Irland hat zwar gute und schöne Strassen, aber wie mein Trip letzte Woche gezeigt hat sind sie alles andere als schnell. Ich denke man gewöhnt sich dran und nächstes Mal werde ich einfach sehr viel mehr Zeit einplanen, aber wenn ich nur eines aus Deutschland importieren könnte…

…dann wären das meine Freunde. Aber die Autobahn ist bis jetzt deutliche Nr. 2.

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Letzten Donnerstag…

Januar 19, 2008
Letzten Donnerstag war mir fürchterlich langweilig.
Alle Leute mit denen ich normalerweise hier rumhänge waren im Urlaub und ich hatte drei Tage am Stück frei. Daraus entwickelte sich ein mittlerer Lagerkoller und ich beschloss: “Ich muss hier raus.” Ausserdem fiel mir auf, dass ich schon drei Monate hier bin, und nicht ein einziges Mal meine Mit-Heppenheimer besucht hatte.
Da ich ja so ein fürchterlich rationaler Mensch bin und überhaupt nicht zu Kurzschlussreaktionen neige, fasste ich Donnerstagmorgen den Plan mir Donnerstagmittag ein Auto zu mieten und zwei von ihnen zu besuchen.
Nämlich den Tarek und den Thomas, die in Thomastown bzw. Carrickmacross wohnen.
Ich hab das mal hier auf der Karte markiert. Der untere Punkt bin ich, der rechts davon der Tarek und der im Norden ist der Thomas.
Karte von Irland
Wirken gar nicht so weit, die Entfernungen…
Der Plan war schnell gemacht: Ich hol den Tarek in Thomastown ab und wir Treffen uns in Dublin mit dem Thomas. Dann wird gefeiert, beim Thomas übernachtet und morgens wieder heim gefahren. Ganz einfach eigentlich.
Wenn ich nicht die Wege ganz und gar brutal unterschätzt hätte.
In Deutschland würde man sagen: “120 Kilometer nach Kilkenny, ich hab ein schnelles Auto,1,5 Stunden maximal.”
Allerdings gibt es in Irland keine Autobahnen. 2/3 der Strecke durfte ich nur 60 fahren und da ich den Umweg über Kilkenny gefahren bin, warens nach Dublin dann doch ca.4,5 Stunden. Wir waren demnach erst um 23 Uhr in Dublin.
Auf dem Weg dorthin kamen wir auf einen sog. “Motorway”. Das ist so ähnlich wie eine Autobahn, nur langsamer.
Aber erzähl das mal meinem Bleifuss.
Kurz vor Dublin, ich war gerade ca. auf 140 km/h, erscheint auf einemal ein Auto im Rückspiegel. Eines mit Blaulicht. Stellt sich raus, da waren nur 100 erlaubt. Ahem.
Glücklicherweise war der Polizist sehr freundlich, merkte schnell, dass wir Ausländer waren und drückte mal ein Auge zu. Zitat: “Weil du so einen lustigen Nachnahmen hast.”
So verliere ich jetzt nicht meinen Führerschein, sondern habe nur auf meiner ersten Autofahrt in Irland direkt meinen ersten saftigen Strafzettel kassiert.
Dublin an sich war reichlich cool. Ich war tragischerweise zu blöd um Bilder zu machen, aber glaubt mir, es war sehr nett. Wenn ich das nächstes Mal dort war, schreibe ich einen Extra Artikel.
Dann der nächste Hammer. Schlau wie wir sind, hatten wir natürlich das Auto in einer Tiefgarage geparkt, die um 1 Uhr zu macht, obwohl 200m weiter ein 24-Parkhaus gewesen wäre.
Wir hatten also, um 4 Uhr morgens wohlgemerkt, die Wahl entweder bis um 7 rumzugammeln, oder die Sicherheitsfirma anzurufen, die das Parkhaus betreut. Da ich zu diesem Zeitpunkt schon 20 Stunden wach war und ja auch noch nach Carrickmacross fahren musste, entschied ich mich, in den sauren Apfel zu beissen und die Zusatzgebühr zu berappen. 80€. Plus Parkgebühr.
Nach einigem Warten und einer sehr sehr anstrengenden Fahrt waren wir dann gegen 6 Uhr morgens in Carrickmacross. Da der Thomas um 12 arbeiten musste hatten wir geschätzte 4 Stunden schlechten Schlaf um uns zu erholen. Demenstprechend sahen um 11 alle sehr fit aus:
Die Hoschis und das Auto

Links der Tarek, in der Mitte der Thomas und Rechts der gemietete Opel Astra (seeeehr nettes Auto, auch wenn die Sitze nach annähernd 16 Stunden Fahrt etwas unbequem wurden).

Ich war dann um 7 Uhr abends wieder zuhause. Mit dem Vorsatz den nächsten Trip etwas besser zu planen. Ehrlich.